Risiken & Nebenwirkungen

Zopiclon Nebenwirkungen

Nebenwirkungen von Zopiclon

Welche Nebenwirkungen können bei der Einnahme von Zopiclon auftreten?

In Abhängigkeit von der persönlichen Empfindlichkeit des Patienten und der eingenommenen Dosis können insbesondere zu Beginn der Behandlung folgende Neben­wirkungen auftreten:

  • Nachwirkungen am folgenden Tage (Schläfrigkeit, Benommenheit usw.),
  • emotionale Dämpfung
  • vermindertes Reaktionsvermögen,
  • Verwirrtheit, Schwindelgefühl,
  • Kopfschmerzen,
  • Muskelschwäche, Störungen der Bewegungsabläufe (Ataxie), Bewegungsunsicherheit,
  • Sehstörungen (Doppeltsehen).

In der Regel verringern sich diese Erscheinungen im Laufe der Behandlung.

Die häufigste Nebenwirkung sind bittere Geschmacks­empfindungen.
Über Störungen des Magen-Darm-Traktes, Änderungen des sexuellen Bedürfnisses und Hautreaktionen wurde selten berichtet.

Gedächtnisstörungen

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Stoffe können zeitlich begrenzte Gedächtnislücken (antero­grade Amnesien) verursachen. Das bedeutet, dass (meist einige Stunden) nach Medikamenteneinnahme unter Um­ständen Handlungen ausgeführt werden, an die sich der Patient später nicht erinnern kann. Dieses Risiko steigt mit der Höhe der Dosierung und kann durch eine ausreichend lange, ununterbrochene Schlafdauer (7 – 8 Stunden) verringert werden.

Verstärkung von Depressionen

Benzodiazepine und Benzodiazepin-ähnliche Stoffe können bei Patienten mit Depressionen oder Angst­zuständen, die von Depressionen begleitet sind, unter Umständen die depressive Symptomatik verstärken, wenn keine geeignete Behandlung der Grunderkrankung er­folgt. Deshalb sollten sie nicht zur alleinigen Be­handlung dieser Zustände angewandt werden.

Sinnestäuschungen und “paradoxe” Reaktionen

Bei der Anwendung von Zopiclon kann es, insbesondere bei älteren Patienten oder Kindern, zu Sinnestäuschungen sowie sogenannten “paradoxen Reaktionen”, wie Unruhe, Reizbarkeit, Aggressivität, Wut, Alpträume, Sinnes­täuschungen, Wahnvorstellungen, unangemessenem Ver­halten und anderen Verhaltensstörungen kommen. In solchen Fällen sollte der Arzt die Behandlung mit diesem Präparat beenden.

Toleranzentwicklung

Nach wiederholter Einnahme von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Stoffen über wenige Wochen kann es zu einem Verlust an Wirksamkeit (Toleranz) kommen. Bei Zopiclon macht sich jedoch dieser Effekt bei einem Behandlungszeitraum unter 4 Wochen in der Regel noch nicht bemerkbar.

Abhängigkeit

Die Anwendung von Benzodiazepinen und Benzodiazepin-ähnlichen Stoffen kann zur Entwicklung von körper­licher und seelischer Abhängigkeit führen. Dies gilt nicht nur für die mißbräuchliche Anwendung besonders hoher Dosen, sondern auch bereits für den thera­peutischen Dosierungsbereich. Das Risiko einer Ab­hängigkeit steigt mit der Dosis und der Dauer der Behandlung. Auch bei Patienten mit Alkohol- oder Drogenabhängigkeit in der Vorgeschichte ist dieses Risiko erhöht.

Wenn sich eine körperliche Abhängigkeit entwickelt hat, wird ein plötzlicher Abbruch der Behandlung von Entzugserscheinungen begleitet. Diese können sich in Kopfschmerzen, Muskelschmerzen, außergewöhnlicher Angst, Spannungszuständen, innerer Unruhe, Ver­wirrtheit und Reizbarkeit äußern. In schweren Fällen können außerdem folgende Symptome auftreten: Reali­tätsverlust, Persönlichkeitsstörungen, Überemp­findlichkeit gegenüber Licht, Geräuschen und körper­lichem Kontakt, Taubheit und kribbelndes Gefühl in den Armen und Beinen, Sinnestäuschungen oder epileptische Anfälle.

Absetzerscheinungen

Auch beim plötzlichen Beenden einer kürzeren Behand­lung kann es vorübergehend zu sogenannten Absetz­erscheinungen kommen, wobei die Symptome, die zu einer Behandlung mit Zopiclon führten, in verstärkter Form wieder auftreten können. Als Begleitreaktionen sind Stimmungswechsel, Angstzustände und Unruhe möglich.

Da das Risiko von Entzugs- bzw. Absetz-Phänomenen nach plötzlichem Beenden der Therapie höher ist, wird emp­fohlen, die Behandlung durch schrittweise Verringe­rung der Dosis zu beenden.

Wenn Sie Nebenwirkungen bei sich beobachten, die nicht in dieser Gebrauchsinformation aufgeführt sind, teilen Sie diese bitte Ihrem Arzt oder Apotheker mit.

Welche Gegenmaßnahmen sind bei Nebenwirkungen zu ergreifen?

Über evtl. erforderliche Gegenmaßnahmen bei Neben­wirkungen entscheidet Ihr Arzt.

Dieser Text basiert auf der vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte anerkannten FACHINFORMATION und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Für weitere Informationen bezüglich des Wirkstoffs fragen Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker.