1. Rheuma ist ein Überbegriff für unterschiedliche Erkrankungen

Dazu zählen rheumatoide Autoimmunkrankheiten. Bei einer Autoimmunerkrankung kämpft das Immunsystem gegen den eigenen Körper an. Bei Rheumatoider Arthritis macht sich das meist an den Gelenken bemerkbar. Dazu zählen vorwiegend Hand- und Fußgelenke.
Durch eine entzündliche Rheuma Erkrankung können Gelenkstrukturen zerstört werden. Diese können vom Körper nicht mehr nachproduziert werden. Deshalb ist das Ziel der Therapie das Ankämpfen gegen die Entzündungsreaktionen im Körper. Dies geschieht in der Regel durch Arzneimittelgabe.
Entweder in Form von Kortison, dass unser Immunsystem abschwächt, um Entzündungen zu verringern, oder in Form von Basistherapeutika (werden zur Dauermedikation eingesetzt) oder Biologika (werden, wenn die Wirkung bei der Gabe klassischer Basistherapeutika nicht mehr anschlägt, eingesetzt).
2. Der Begriff Rheuma kann in vier verschiedene Gruppen unterteilt werden

Chronisch entzündliche Erkrankungen sind zum Beispiel rheumatoide Arthritis (der Artikel handelt vorwiegend davon), Psoriasis Arthritis (chronische Gelenksentzündung die in Kombination mit einer Schuppenflechte auftritt), oder Morbus Bechterew (eine degenerative Wirbelsäulenerkrankung, die die Wirbelsäule, besonders das Iliosakralgelenk (Kreuzbein-Darmbein-Gelenk) betrifft. Durch die entstehenden Schmerzen versteift die Haltung auf Dauer.
Die am häufigsten vorkommende Stoffwechselerkrankung, die rheumatische Beschwerden hervorruft, ist die Gicht (Störung im Harnsäure-/ Purin Stoffwechsel), gefolgt von Osteoporose (Stoffwechselerkrankung der Knochen). Bei diesen Erkrankungen stehen die Schmerzen im Vordergrund und Gelenke sind deutlich seltener betroffen. Bei weichteilrheumatischen Erkrankungen sind keine knöchernen Strukturen betroffen.
Diese vier Gruppen gehören zu Rheuma Erkrankungen:
- Die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen,
- Stoffwechselerkrankungen mit rheumatischen Beschwerden,
- degenerative Gelenk- und Wirbelsäulenerkrankungen und
- Weichteil rheumatische Erkrankungen
3. Ein kurzer Überblick über die Symptomatik

Egal ob entzündliches oder nicht entzündliches Rheuma, ein Symptom betrifft alle Rheuma-Erkrankten, und zwar sind das die Schmerzen. Neben den Schmerzen können zu den Symptomen auch Appetitlosigkeit, chronische Müdigkeit oder Depression auftreten. Teilweise werden auch leichtes Fieber oder ein Schweregefühl in den Gliedmaßen beobachtet.
Sollten Sie (schubartige) Gelenkschmerzen oder die genannten Symptome in Kombination mit Gelenkschmerzen bemerken, suchen Sie bestenfalls so schnell es geht einen Arzt auf. Bei Verdacht auf Rheuma werden Sie noch weiteren diagnostischen Untersuchungen unterzogen. So können die Ärzte sonstige Erkrankungen ausschließen und sofort mit der Therapie starten. Bei der Therapie geht es vorwiegend um eine Linderung der Beschwerden, aber auch um die Verlangsamung des Prozesses.